Heilerziehungspfleger (m/w/d)

Heilerziehungspfleger(m/w/d) begleiten und unterstützen Menschen mit Behinderung, um deren Eigenständigkeit zu stärken und sie zu einer möglichst selbstständigen Lebensführung im Alltag zu befähigen. Durch die individuelle Betreuung ihrer Klienten versuchen sie, diesen ein möglichst eigenständiges und eigenverantwortliches Leben zu ermöglichen. Der Heilerziehungspfleger(m/w/d) begleitet Menschen mit Behinderung im Alltag und unterstützt nach Bedarf bei der Köperpflege, der Nahrungsaufnahme und in anderen Bereichen. Zum Aufgabenbereich des Heilerziehungspflegers(m/w/d) gehören ebenso die Planung und Durchführung von Freizeitaktivitäten und die Förderung der sozialen und beruflichen Eingliederung. Heilerziehungspfleger(m/w/d) arbeiten z. B. in Wohnstätten, Schulen, Werkstätten, Heimen oder Internaten für Menschen mit Behinderung.

EINSATZFELDER
  • Werk- und Wohnstätten für Menschen mit Behinderungen
  • Sozialpädiatrische Zentren
  • Kindertagesstätten
  • Rehazentren
  • Kinder- und Jugendgesundheitsdienste

STANDORTSPEZIFISCHE KURSINFORMATIONEN

AUSBILDUNGSINHALTE

Während der schulischen Ausbildung werden folgende Lernfelder behandelt:

  • Deutsch und Kommunikation | Englisch | Mathematik | Biologie | Politische Bildung
  • Die berufliche Identität erwerben und professionelle Perspektiven entwickeln
  • Beziehungen gestalten und Gruppenprozesse begleiten
  • Menschen mit Behinderungen individuell und situationsbezogen begleiten
  • Die Lebenswelt mit Menschen mit Behinderungstrukturieren und gestalten
  • Prozesse der Wahrnehmung, Bewegung, Gestaltung und Darstellung entwickeln und Medien anwenden
  • Heilerziehungspflegerische Prozesse planen, durchführen, evaluieren sowie umfassend dokumentieren
  • Heilerziehungspflegerische Arbeit organisieren, koordinieren und reflektieren sowie Qualität sichern


Im Rahmen der Ausbildung sind praktische Einsätze in heilerziehungspflegerischen Einrichtungen vorgesehen.
Durch zusätzlichen Unterricht in den Fächern Deutsch/Kommunikation und Mathematik besteht die Möglichkeit, die Fachhochschulreife zu erwerben.

UNTERRICHTSZEITEN

Der Unterricht findet in der Regel von Montag bis Freitag statt. Die durchschnittliche tägliche Unterrichtszeit beträgt 7 bis 8 Unterrichtsstunden. Die praktische Ausbildung umfasst bis zu 8 Std./Tag.

ZUGANGSVORAUSSETZUNGEN

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger(m/w/d) ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung sind die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs, sowie

1. die Fachoberschulreife (mittlerer Bildungsabschluss) oder eine gleichwertige Schulbildung und
a. eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder
b. eine abgeschlossene nicht einschlägige Berufsausbildung und eine für die Fachrichtung förderliche Tätigkeit oder

2. die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife und eine für die Fachrichtung förderliche Tätigkeit.

Für die Aufnahme in die tätigkeitsbegleitende Ausbildung in Teilzeitform ist eine Bestätigung des Arbeitgebers über die gegenwärtige hauptberufliche Tätigkeit nötig.

BEWERBUNGSUNTERLAGEN
  • Bewerbungsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf mit 2 aktuellen Lichtbildern
  • Beglaubigte Kopie des Abschlusszeugnisses, das die Zugangsvoraussetzungen nachweist (bei Nichtvorliegen zum Bewerbungszeitpunkt genügt das letzte Zeugnis; die erforderlichen Unterlagen müssen jedoch nach Erhalt umgehend nachgereicht werden)
  • Ärztliche Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung*
  • Amtliches Führungszeugnis*
  • Bescheinigung des Arbeitgebers (bei berufstätigen Bewerbern)


* Dieser Nachweis darf zum Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns nicht älter als drei Monate sein.

VERSICHERUNG

Die Teilnehmer/innen, die während des Bildungsganges in keinem Arbeitsverhältnis stehen oder nicht im Rahmen einer Reha-Maßnahme gefördert werden, sind während der Gesamtdauer des Bildungsganges und auf dem Weg von der bzw. zur Ausbildungsstätte unfallversichert.

FACHHOCHSCHULREIFE

Durch zusätzlichen Unterricht in den Fächern Deutsch | Kommunikation (inkl. schriftlicher Prüfung) und Mathematik ist der Erwerb der Fachhochschulreife möglich.

SCHULGELD UND FÖRDERUNG

Die Ausbildung ist schulgeldpflichtig. Teilnehmer/innen, für die die Lehrgangskosten nicht durch Dritte übernommen werden, haben ein Schulgeld von 1.980,- Euro Vollzeit / 3.510,- Euro Teilzeit (vorbehaltlich Gebührenänderungen) in 36 Monatsraten zu 55,- Euro Vollzeit / 97,50 Euro Teilzeit zu entrichten.

Lehr- und Lernmittel werden zum Teil leihweise zur Verfügung gestellt. Für die Berufsanerkennung und Wiederholungsprüfungen entstehen weitere Gebühren. Fördermöglichkeiten bestehen bei Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen (siehe "Fördermöglichkeiten während der Ausbildung"). Bei der Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen kann die Ausbildung über die Agentur für Arbeit, ein Jobcenter oder sonstige Dritte gefördert werden. Die Teilnehmer müssen sich ggf. rechtzeitig um einen Bildungsgutschein bei der für sie zuständigen Agentur für Arbeit bemühen.