Entschuldigung, aber in Ihrem Browser ist JavaScript nicht verfügbar oder deaktiviert. Daher kann es sein, dass sich einige Elemente dieser Seite nicht verwenden lassen!

Altenpfleger/in

Verkürzungsmöglichkeit

Altenpfleger/innen arbeiten in stationären und ambulanten Altenpflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Rehabilitationskliniken und sind dort für die Pflege, Betreuung und Beratung älterer, hilfsbedürftiger Menschen verantwortlich.
Sie unterstützen die Senioren bei den Aufgaben des täglichen Lebens, z. B. bei der Nahrungsaufnahme, bei der Körperpflege oder beim An- und Umziehen. Vor allem bei der ambulanten Pflege arbeiten sie auch mit Angehörigen zusammen und unterweisen diese in Pflegetechniken.
Altenpfleger/innen wirken an der Gesundheitsvorsorge für ältere Menschen mit und unterstützen diese in persönlichen und sozialen Belangen. In der Behandlungspflege nehmen Altenpfleger/innen medizinisch-pflegerische Aufgaben wahr und wechseln beispielsweise Verbände oder verabreichen Medikamente nach ärztlicher Verordnung.
Der Beruf verlangt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und Kontaktbereitschaft sowie Einfühlungsvermögen, Durchsetzungskraft und psychische Belastbarkeit.

Einsatzfelder

  • Ambulante und stationäre Altenpflegeeinrichtungen
  • Betreutes Wohnen
  • Kurzzeitpflege
  • Altenbegegnungsstätten
  • Tagespflegeeinrichtungen
  • Kliniken

Ausbildungsinhalte

Während der schulischen Ausbildung werden folgende Lernfelder behandelt:


Aufgaben und Konzepte in der Altenpflege

  • Theoretische Grundlagen altenpflegerischen Handelns
  • Planung, Durchführung, Dokumentation und Evaluation der Pflege alter Menschen
  • Personen- und situationsbezogene Pflege alter Menschen
  • Anleiten, beraten und Gespräche führen
  • Mitwirken bei der medizinischen Diagnostik und Therapie


Unterstützung alter Menschen bei der Lebensgestaltung

  • Berücksichtigung der Netzwerke und Lebenswelten alter Menschen
  • Unterstützung alter Menschen bei der Wohnraum- und Wohnumfeldgestaltung
  • Unterstützung alter Menschen bei der Tagesgestaltung


Institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen altenpflegerischer Arbeit

  • Qualitätssichernde Maßnahmen in der Altenpflege
  • Institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen beim altenpflegerischen Handeln berücksichtigen


Altenpflege als Beruf

  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln
  • Lernen lernen
  • Mit Krisen und schwierigen sozialen Situationen umgehen
  • Erhalten und Fördern der eigenen Gesundheit

Unterrichtszeiten

Vollzeit
Der Unterricht findet in der Regel von Montag bis Freitag statt. Die durchschnittliche tägliche Unterrichtszeit beträgt 7 bis 8 Unterrichtsstunden. Die praktische Ausbildung umfasst täglich 8 Zeitstunden.

Teilzeit
Der Unterricht findet in der Regel in Präsenzphasen statt. Die praktische Ausbildung erfolgt teilnehmerorientiert.

Zugangsvoraussetzungen

Die bundeseinheitlich geregelte Ausbildung zum/zur Altenpfleger/in dauert drei Jahre.
Bei entsprechender Vorbildung kann die Ausbildungsdauer verkürzt werden (Altenpflegegesetz § 7). Mit einer dreijährigen Ausbildung aus dem Gesundheitsbereich (z. B. Krankenschwester, -pfleger) ist die Verkürzung um bis zu zwei Jahre, mit einer abgeschlossenen Helferausbildung um bis zu einem Jahr möglich. Auf Antrag kann die Dauer der Ausbildung nach § 4 Abs. 1 im Umfang der fachlichen Gleichwertigkeit um bis zu zwei Jahre verkürzt werden, wenn eine andere abgeschlossene Berufsausbildung nachgewiesen wird. Die Entscheidung über die Verkürzung trifft die zuständige Behörde im Einzugsgebiet unserer Berufsfachschulen.

Bewerbungsunterlagen

  • Bewerbungsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf mit 2 aktuellen Lichtbildern
  • Beglaubigte Kopie des Abschlusszeugnisses, das die Zugangsvoraussetzungen nachweist (bei Nichtvorliegen zum Bewerbungszeitpunkt genügt das letzte Zeugnis; die erforderlichen Unterlagen müssen jedoch nach Erhalt umgehend nachgereicht werden)
  • Ärztliche Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung*
  • Amtliches Führungszeugnis*

Dieser Nachweis darf zum Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns nicht älter als drei Monate sein.

Schulgeld und Förderung

Die Ausbildung am Standort in Bayern ist schulgeldfrei, da die Lehrgangskosten durch zusätzliche Zuschüsse und den Schulgeldersatz des Freistaates Bayern abgegolten sind. Die Ausbildung an Standorten in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist schulgeldpflichtig.

In Sachsen wird ab dem Schuljahr 2015/2016, durch den Freistaat, nach Antragstellung durch den Schüler, das zu zahlende Schulgeld erstattet. Die Auszahlung erfolgt jeweils zum Ende eines absolvierten Schuljahres, wenn die Teilnahme am Unterricht und die tatsächlich geleisteten Zahlungen belegt werden (Geregelt in der Richtlinie Schulgeld Altenpflege).
Alle Angaben ohne Gewähr

Lehr- und Lernmittel werden zum Teil leihweise zur Verfügung gestellt. Für die Berufsanerkennung und Wiederholungsprüfungen entstehen weitere Kosten.

Fördermöglichkeiten bestehen bei Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen (siehe Informationsblatt "Fördermöglichkeiten während der Ausbildung"). Bei der Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen kann die Ausbildung über die Agentur für Arbeit, ein Jobcenter oder sonstige Dritte gefördert werden. Die Lehrgangskosten sind gesondert geregelt.
Die Teilnehmer müssen sich ggf. rechtzeitig um einen Bildungsgutschein bei der für sie zuständigen Agentur für Arbeit bemühen.

Versicherung

Die Teilnehmer/innen, die während des Bildungsganges in keinem Arbeitsverhältnis stehen oder nicht im Rahmen einer Reha-Maßnahme gefördert werden, sind während der Gesamtdauer des Bildungsganges und auf dem Weg von der bzw. zur Ausbildungsstätte unfallversichert.